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Kunde zahlt nicht, was nun?

Dass ein Kunde nicht zahlt, gehört zu den unangenehmen Erscheinungen im Geschäftsleben. Für Unternehmer, kleine und große Betriebe, aber auch Selbstständige hat das Verhalten unter Umständen existenzbedrohende Folgen. Erfreulicherweise stehen Rechtsmittel und Verfahren zur Verfügung, um solche Zustände zu ändern.

Im folgenden Text erfahren Sie, wie Sie anhand von drei Schritten offene Forderungen einfordern können unabhängig davon, ob der Kunde nicht zahlt oder der Auftraggeber. Sollte Ihnen für die selbständige Verfolgung Zeit fehlen, können Sie unbezahlte Rechnungen auch an einen Dienstleister übergeben, der diese für Sie im außergerichtlichen Inkasso bearbeitet.

Den Kunden in Verzug setzen - Schritt 1

Der Kunde zahlt nicht – diese Weigerung erfordert die richtige Reaktion. Der erste Schritt im Umgang mit dem Zahlungsverweigerer ist das kaufmännische Mahnschreiben, sprich Sie verschicken eine erste Mahnung und setzen Ihren Kunden damit in Verzug.

Ihr Kunde ist in Verzug sobald er der Zahlungsverpflichtung nicht nachgekommen ist. Ab wann die Rechnung fällig ist, ergibt sich aus dem genannten Zahlungsziel im Vertrag oder aus der Kostenaufstellung.

Kunde zahlt nicht | Straetus

Wie wird der Kunde in Verzug gesetzt?

Es ist zu beachten, dass zu unterscheiden ist, wer auf welche Art und Weise in Verzug gerät. Kleine, mittelständische Unternehmen, Geschäftskunden und öffentliche Auftraggeber sind ab 30 Tagen nach Rechnungserhalt in Verzug. Sie müssen hier eigentlich nicht mehr mahnen.

Handelt es sich wiederum um einen Kunden zum Beispiel eines Online-Shops, den Verbraucher, der nicht bezahlt hat, müssen Sie ihn in Verzug setzen. Dazu schicken Sie Ihm eine Mahnung oder Sie haben Ihn bereits in der ersten Rechnung informiert, dass er mit Ablauf der Zahlungsfrist in Verzug gerät.

Zahlt Ihr Auftraggeber nicht gelten auch für ihn die gleichen Maßnahmen. Setzen Sie Ihn mit einer ersten Mahnung in Verzug und folgen Sie dem weiteren Mahnverlauf wie beschrieben.

Wie Sie das Zahlungsziel formulieren

Die Frist, bis wann der Kunde bezahlt haben sollte, ist das Zahlungsziel. Mit welcher Formulierung Sie das Zahlungsziel kommunizieren können Sie frei entscheiden. Wichtig ist nur, dass Sie es angeben. Mögliche Formulierungen sind:

  • Wir bitten Sie die Rechnung sofort zu begleichen.
  • Wir bitten Sie die Rechnung zum 24.06.2015 zu bezahlen.
  • Wir bitten Sie den ausstehenden Betrag innerhalb von 30 Kalendertagen zu überweisen.

Diese Fristsetzung übernehmen Sie entweder bereits in der ersten Rechnung oder aber geben sie im ersten kaufmännischen Mahnschreiben an.

Mahnung verfassen und abschicken - Schritt 2

Sie sollten das Mahnschreiben als Einschreiben verschicken, um sicherzustellen, dass der Brief auch angekommen ist. Das Mahnschreiben fordert den Kunden oder Auftraggeber ausdrücklich auf zu bezahlen und zwar innerhalb der genannten Frist. Wir empfehlen zwischen sieben und zehn Tagen anzusetzen. Formulieren Sie das Schreiben in einem höflichen Ton mit ein wenig Nachdruck.

Verzugszinsen berechnen

Befindet sich der Kunde bereits in Verzug und sind Verzugszinsen fällig geworden, können sie diese bereits in der Mahnung auflisten. Das sind 5% über dem Basiszinssatz für Verbraucher und 9% über dem Basiszinssatz für Geschäftskunden. Auch haben Sie ein Recht auf eine Entschädigungspauschale von 40€, die Sie aufgrund des entstandenen Schadens berechnen dürfen.

Was tun, wenn der Kunde nicht zahlt? | Straetus

Sie können dem Schuldner zur Erinnerung an die Zahlung auch eine Rechnungskopie beilegen, aber nicht das Original. Bedenken Sie, dass eine Hemmung der Verjährung mit einer kaufmännischen Mahnung nicht eintritt.

Die zweite kaufmännische Mahnung

Ob Sie eine zweite kaufmännische Mahnung an Ihren Kunden verschicken, wenn er noch immer nicht zahlt, obliegt Ihrer eigenen Entscheidung. Von Gesetzeswegen her müssen Sie das nicht tun. Versenden Sie ein zweites Schreiben können Sie Ihm jetzt noch mehr Nachdruck verleihen und darauf aufmerksam machen, dass je länger der Kunde eine Zahlung verweigert, desto höher die Verzugszinsen steigen. Nennen Sie auch konkrete Schritte. Das kann der Gang zum Anwalt sein, die Beauftragung eines Inkassounternehmens oder die Beantragung auf Erlass eines Mahnbescheides.

Lassen Sie die zweite Mahnung ebenfalls per Einschreiben Ihrem Kunden oder Auftraggeber zukommen. Verstreicht die Frist ohne einen Zahlungseingang können Sie den Mahnbescheid beim Amtsgericht beantragen. 

--> Wenn möglich versuchen Sie zunächst die Situation in einem Telefonat zu klären. Schließlich wollen Sie mit Ihrem Geschäftskunden auch weiterhin noch eine gute Beziehung aufrechterhalten.

Gerichtliches Mahnverfahren in die Wege leiten - Schritt 3

Der nächste Schritt sieht vor, dass Sie die offene Forderung vor Gericht einklagen. Dank des gerichtlichen Mahnverfahrens, das jedem offen steht und für das Sie keine juristischen Kenntnisse benötigen, kann das überraschend unkompliziert ablaufen. Auch ist das Stellen des Antrags auf Erlass eines gerichtlichen Mahnverfahrens relativ kostengünstig.

Das gerichtliche Mahnverfahren fordert Ihren Kunden erneut auf zu zahlen. Ist aber umso gewichtiger, da das Schreiben jetzt direkt vom Amtsgericht beim Schuldner eintrifft. Erfolgt kein Widerspruch, aber auch keine Zahlung erhalten Sie einen Vollstreckungstitel, mit dem Sie eine Zwangsvollstreckung beantragen können.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die offenen Forderungen sicher vor einer Verjährung sind. 

Mahnbescheid oder lieber gleich Klageverfahren?

Ob, wenn die Rechnung nicht bezahlt wird, zunächst die Beantragung eines Mahnbescheides erfolgsversprechender ist oder direkt ein Klageverfahren eröffnet werden soll, kann nicht pauschal beantwortet werden. Das gerichtliche Mahnverfahren ist wahrscheinlich kostengünstiger. Ansonsten muss um eine solche Entscheidung zu treffen auch in Betracht gezogen werden, die Höhe der Forderung, das Risiko einer Verjährung und die anzuwendende Taktik gegenüber dem Schuldner. 

--> Sie können das gerichtliche Mahnverfahren selbstständig betreiben. Es herrscht keine Pflicht einen Anwalt oder ein Inkassounternehmen damit zu beauftragen.

Vor Gericht gehen?

Haben Sie den Mahnbescheid fehlerfrei beantragt, wird er dem Kunden durch das Amtsgericht zugestellt und Sie werden über den Eingang beim Schuldner informiert. Ab diesem Zeitpunkt läuft eine zweiwöchige Frist, in dem sich der Mahnverlauf wie folgt entwickeln kann:

  • Der Schuldner bezahlt die Rechnung nach Erhalt des Mahnbescheides vom Amtsgericht. Weitere Maßnahmen sind nicht notwendig.
  • Der Kunde legt Widerspruch ein und es kommt zu einem streitigen Verfahren.
  • Unterlässt der Kunde weiterhin die Zahlung zu tätigen und erhebt auch keinen Widerspruch, erhalten Sie einen Vollstreckungsbescheid, mit dem Sie direkt vollstrecken können.

Mit dem Vollstreckungsbescheid können Sie einen Gerichtsvollzieher beauftragen. Sie haben jedoch die Wahl, welche Vollstreckungsmaßnahme Sie ergreifen wollen. Eine Übersicht über die unterschiedlichen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen erhalten Sie hier. 

Ihr Kunde zahlt nicht? Inkasso beauftragen

Kunde zahlt nicht, Inkasso beauftragen | Straetus

Den Mahnverlauf zu managen, Fristen einzuhalten, die Mahnungen selbst zu verfassen und letztendlich den Antrag auf Erlass eines Mahnbescheides richtig auszufüllen, kann viel Mehrarbeit bedeuten. Nutzen Sie stattdessen einen Inkassodienstleister, der Ihnen den Mehraufwand abnimmt. Entscheiden Sie sich für eines unserer Service-Modelle:

  • Außergerichtliches Inkasso
  • Beantragung eines Mahnbescheides beim Amtsgericht
  • Außergerichtliches Inkasso + Telefoninkasso

Zahlt der Kunde nicht, nehmen Sie Kontakt mit uns auf, geben Sie an zu welchem Thema Sie eine unverbindliche Beratung wünschen und entscheiden Sie im Anschluss, ob Sie mit uns zusammenarbeiten wollen.

 

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Gerd H.
Geschäftsführer Eventtechnik
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